Frau Hohlmeier und Herr Dr. Bär zu Gast bei SOMMER

veröffentlicht am 14. Juni 2017 09:52 Uhr

Bild (von links): Oliver Sommer - geschäftsführender Gesellschafter, Thomas Minks - Geschäftsführer, Monika Hohlmeier - Mitglied des Europaparlaments, Dr. Oliver Bär - Landrat, Iris Sommer-Pechstein - geschäftsführende Gesellschafterin, Marco Wendler - Projektleiter ITER 

 

SOMMER weiterhin im Aufwind und mittendrin in der Gestaltung der Zukunft... 

Für das abgelaufene Geschäftsjahr kann SOMMER wieder einen stabilen Jahresüberschuss in Millionenhöhe verzeichnen. Und auch der Ausblick in die kommenden Jahre stimmt die Unternehmensleitung sehr positiv. Die Anstrengungen, den Vertrieb effizienter zu gestalten und die Internationalisierung des Geschäftsbereichs Gebäudesicherheit zu fokussieren, tragen bereits Früchte. Ein Auftragsbestand von über einhundert Millionen Euro ermöglicht in allen drei Geschäftsbereichen Planungssicherheit und eine hervorragende Beschäftigungssituation. Der weltweit wachsende Bedarf an mehr Gebäudesicherheit im öffentlichen Raum spielt dem Portfolio des Unternehmens aus Döhlau besonders in die Hände. Aber auch im Bereich der Kerntechnik bleibt das Unternehmen seiner Maxime – die Welt sicherer zu machen – treu und arbeitet sehr erfolgreich mit an der Bestandssicherung vorhandener kerntechnischer Anlagen. Das Projekt DUS sieht beispielsweise vor, bis zum Ende des Jahres 2018 alle französischen Kraftwerke mit einem zusätzlichen Notdieselkomplex auszurüsten. Hierfür liefert und montiert SOMMER zweiundvierzigmal ein Set aus einem Tornadotor, Tornadotüren und konventionellen Sicherheitstüren, die höchsten Belastungen wie zum Beispiel einer Anpralllast eines Fahrzeugs oder Erdbebenlasten standhalten.

 

Auf einen weiteren Großauftrag sind die Mitarbeiter des Unternehmens besonders stolz. In Cadarache in Südfrankreich entsteht derzeit der weltweit größte Kernfusionsreaktor nach dem Tokamakprinzip. Das Projekt ITER (lateinisch ‚der Weg‘) hat sich zum Ziel gesetzt, eine alternative Energiequelle für die Zukunft zu schaffen. Die Idee, diese wissenschaftliche Herausforderung mit einer internationalen Arbeitsgemeinschaft zu stemmen, existiert bereits seit 1985. Seither arbeiten tausende Ingenieure und Wissenschaftler an deren Umsetzung. Die ITER Members – China, die Europäische Union, Indien, Japan, Korea, Russland und die Vereinigten Staaten Amerikas – bündeln ihre Kräfte für das zukunftweisende Energieprojekt. Der eng getaktete Zeitplan sieht vor, dass bereits im Jahr 2025 das erste Plasma im Tokamak erzeugt werden soll. Dabei entstehen so hohe Temperaturen, denen kein Material standhalten könnte. Als Lösung setzen die Verantwortlichen auf ein Magnetfeld, welches das Plasma einschnürt und somit genügend Abstand zur Gebäudewand ermöglicht. Die auf mehreren Ebenen verteilte ringförmige Anordnung des Gebäudes erfordert einerseits sichere Abschirmung/Schutz gegen z.B. Strahlung und Erdbebenlasten und andererseits schnellen Zugang. Hierfür konnte sich SOMMER bereits in 2013 gegen internationale Wettbewerber in einem Design-Wettbewerb im sogenannten ‚Competitive Dialougue Verfahren‘ durchsetzen. Seitdem wurde intensiv konstruiert und getestet. Prüfkörper in Realgröße sind bereits gefertigt und der Startschuss von fünfzig Großtoren erfolgt in wenigen Wochen. Die einzelnen Großkomponenten werden später mehr als 65 t wiegen und nur mit Sondertransporten von Döhlau nach Südfrankreich transportiert werden können. Zwischenzeitlich hatten sich auf der Baustelle vor Ort Verzögerungen ergeben, die sich auch auf die Auslastung des Unternehmens auswirkten und Auftragsalternativen erforderten – wie beispielsweise das erwähnte DUS-Projekt. Umso erfreulicher ist es nun, dass Projekthindernisse aus dem Weg geräumt wurden und es mit vereinten Kräften weitergeht. Die Europäische Union – als größter Geldgeber – beobachtet und steuert die Entwicklung des Projekts mit höchster Aufmerksamkeit. Daraus ergab sich der Kontakt zwischen Monika Hohlmeier, Mitglied des Europäischen Parlaments, und SOMMER.

 

Am Freitag, den 26.05.2017 konnten Frau Hohlmeier und unser Landrat Herr Dr. Bär im Rahmen eines Firmenrundgangs die ersten Prüfkörper in Augenschein nehmen und waren sichtlich beeindruckt von der Konstruktion, als Folge der anspruchsvollen Anforderungskombination verschiedenster Lasten und der nicht alltäglichen Bauteilgrößen. Im anschließenden Gespräch sagte Monika Hohlmeier: „Die Firma SOMMER verfügt über singuläre Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Anfertigung von Sicherheitstüren, die den höchsten Ansprüchen von Wärmeresistenz, Strahlenabwehr und Erdbebensicherheit genügen. Das hat auch die europäischen Partner überzeugt und beweist, dass unsere Region über eine Menge ‚hidden champions‘ verfügt.“ Die Geschäftsleitung berichtete über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen und erkundigte sich zu Themen wie die Energiepolitik Deutschland im Rahmen der EU, zu sicherheitspolitischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Förderungsmöglichkeiten aus EU-Töpfen für mittelständische Unternehmen.